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Dienstag, 10. Juni 2014

Die Entfaltung der Blume des Lebens

Die Blume des Lebens hat die Menschheit schon immer aufgrund ihrer beeindruckenden Perfektion fasziniert. Jeder, der sich mit der Heiligen Geometrie beschäftigt, stellt das große Wissen fest, das sich in diesen Figuren auf subtile Art und Weise befindet. Die Heilige Geometrie bietet neue Einblicke auf große Fragen: Wie funktioniert das Universum? Was hält die Schöpfung im Innersten zusammen?

Auf Grundlagen wie den Goldenen Schnitt wurde bereits verwiesen und auf weitere - beispielsweise die Platonischen Körper - wird demnächst eingegangen. In diesem Beitrag konstruieren wir gemeinsam die Blume des Lebens.

Die Blume des Lebens ist eine geometrische Form, die aus Kreisen besteht, deren Mittelpunkte jeweils auf den Kreislinien der sechs umgebenden Kreise liegen. Das Symbol für die Blume des Lebens findet sich weltweit:


Fangen wir also an. Alles was ihr für die Konstruktion braucht, ist ein Zirkel, dessen Radius für alle Kreise konstant eingestellt wird. 




1. Kreis
Der erste Kreis symbolisiert die Sonne, welche für Licht und Lebenskraft steht. Ohne die Sonne ist auf der Erde kein Leben möglich. Licht ist die höchste spirituelle Energie und die reinste Form des Bewusstseins. Jeder Tag beginnt mit dem Aufgehen der Sonne und symbolisiert das Erwachen. Die Sonne steht für die Lebenskraft ins uns und ist die Essenz des Lebens.

Die Sonne ist ein zentrales Gestirn am Himmel. 
Sie gibt Licht, Leben, Wärme, Kraft. 
Sie ist für alle da, 
auch wenn wir uns durch die Nacht bewegen 
oder der Himmel wolkenverhangen ist. 
Sie macht keine Unterschiede 
zwischen Nationen, Völkern, Religionen. 
Sie ist universell. 
Sie lehrt uns, eine übergeordnete Sicht einzunehmen 
und zu der Energiequelle zurückzukehren, 
die alles versorgt und durchdringt. 
Sei der, der du bist.




2. Kreis 
Der zweite Kreis steht für den Beginn der Schöpfung. Bei der Überschneidung der beiden Kreise entsteht in der hellgrün markierten Schnittmenge etwas Drittes. Es ist ein eigenes Wesen - eine eigene Kraft, die sich mit der Zeit entfaltet. Diese Überschneidung wird auch Vesica Piscis (lat. Fischgefäß) genannt. In diesem Schritt tauchen wir ein in die Polarität - in die Teilung des "Einen".

Der Mittelpunkt des zweiten Kreises liegt auf der Kreislinie des ersten Kreises. Dies ist das pythagoräische "Maß des Fisches" - ein mystisches Symbol, das für die Überschneidung der Welten steht und wie bereits erwähnt den Beginn der Schöpfung symbolisiert.

Das Symbol steht für die Vereinigung zwischen männlich und weiblich in gleichwertigem, ausgewogenem Maß sowie für das allsehende Auge des Schöpfers oder auch für das Auge des Horus. Weiterhin repräsentiert dieses Symbol die Gleichheit und Einheit in den polaren Strukturen.

Weitere Beispiele für die weltweite Verwendung des Symbols:



Wenn sich zwei Menschen verbinden, entsteht allmählich ein drittes unsichtbares Wesen. Dies ist der Geist, der diese beiden Menschen beseelt. Dieses Wesen beginnt ein Eigenleben zu führen und bringt etwas ganz Neues hervor. Es nennt sich Ehewesen, Freundschaftswesen, Geschäftswesen... Wenn sich etwa zwei Partner trennen, stirbt dieses Wesen und das ist der Schmerz, den wir oft bei Trennungen empfinden. Wird dieses unsichtbare Wesen jedoch genährt, so wird es in der Welt sichtbar. Es kann die Form eines Projektes oder eines Kindes einnehmen - Schöpfung.




3. Kreis 
Der dritte Kreis steht für die Dreifaltigkeit. Die Dreiheit hat in sehr vielen Mythen, Legenden aber auch Religionen eine tiefe Bedeutung. Sie repräsentiert die Vereinigung dreier Ebenen in einer. In dem Moment, in dem drei Dinge zueinander finden, passiert etwas ganz Besonderes: Die Öffentlichkeit wird mit einbezogen und es entsteht etwas viel Größeres - ein Kollektiv. Die Zahl Drei steht ebenso für das Fortbestehen des Lebens, die Wege des Schicksals und die Mysterien der Natur als auch für die Verknüpfung von allem mit allem und zeigt auf, dass diese Verbindung keinen Anfang und kein Ende hat - alles geht in alles über.

Die drei Grundfarben (rot, grün, blau) erzeugen das gesamte Farbspektrum, weshalb die Zahl Drei auch als "göttliche Zahl" bezeichnet wird. Zudem zeigt diese Zahl das "Selbst des Menschen" in drei Variationen auf:

  • Höheres Selbst: 
Das höhere Selbst ist die höchste Bewusstseinsform des Menschen, das das Ziel kennt und den Überblick bewahrt.
  • Mittleres Selbst:
Das mittlere Selbst steuert und lenkt das Leben bewusst - im Hier und Jetzt.
  • Unteres Selbst:
Das untere Selbst führt instinktiv richtige Handlungen aus.





4. Kreis 
Der vierte Kreis steht für Stabilität und Ordnung - alles irdische Leben besteht aus den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft, Erde. Die Zahl Vier findet sich in der alten Temperamentenlehre (der Mensch wird eingeteilt in vier Persönlichkeitstypen), in den vier Basen der DNA (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) oder auch in den Himmelsrichtungen.

Im Gegensatz zur Zahl Drei, die als Zahl Gottes gilt, symbolisiert die Zahl Vier das Irdische. Im Buddhismus gibt es etwa die Vier Edlen Wahrheiten. Sehr viele Tempel haben vier Säulen. Der vierte Advent kündigt den Abschluss eines Zeitraumes an. Es gibt noch sehr viele weitere Analogien.

Generell geht es im vierten Kreis der Blume des Lebens um Selbstschulung. Wir beginnen uns selbst zu beobachten und eignen uns vielleicht neue Glaubenssätze an. Ein Mondzyklus braucht beispielsweise 4 mal 7 Tage (= 28 Tage).

Die Drei hat sich vollendet. 
Die Vier ist nun die Zahl der Erde. 
Stabil, kraftvoll, in Form gebracht 
ist das, was wir dreimal haben gedacht. 
In der Vier nimmt die formlose Kraft 
Struktur an und wird stabil. 
Vier Säulen balancieren das Leben aus.




5. Kreis
Die Zahl Fünf steht für die vier Elemente, die im Zentrum eines weiteren verschmelzen (dem Äther). Sie ist die Zahl des Menschen. Der Mensch hat an jeder Hand fünf Finger, an jedem Fuß 5 Zehen und fünf Sinne. Zudem hat er fünf niedrige Körper: den physischen, den emotionalen, den energetischen, den geistigen und den spirituellen Körper. Diese in ihm wohnenden Instrumente kann der Mensch aber erst wirklich einsetzen, wenn er begreift, dass er aus sich heraus diese Kraft besitzt - die Schöpferkraft wohnt direkt im Menschen!

Im fünften Kreis der Blume des Lebens geht es um die Wendung nach innen. Wir wenden uns der Kraft zu, die alles lenkt und leitet und die durch uns wirkt. Hierbei geht es darum zu lernen, sich unserem ureigenen Plan nach zu entfalten. Die Zahl Fünf steht auch für das Über-sich-Hinauswachsen.
Der fünfte Kreis entfaltet sich, 
der Mensch erwacht in seinem Sein, 
er kehrt heim - in den inneren Schrein. 
Verbinde dich mit der göttlichen Kraft, 
die in allen Dingen schafft. 
Lerne, die Werkzeuge weise zu gebrauchen, 
um zu wirken und zu wandeln 
und alles im Leben im Licht auszuhandeln.

Ein weiteres Beispiel sind die Olympischen Ringe - allerdings in umgedrehter Position:






6. Kreis 
Der sechste Kreis bekräftigt die Energiebewegung der Blume des Lebens und erzeugt Schwingungsimpulse. Diese Welle steht ebenfalls für die Harmonie und die Schönheit im Leben - und stellt den Lebensstrom dar. Die Schöpfung wird immer vollkommener und wunderbarer, das Leben pulsiert.




7. Kreis - Ei des Lebens

                             
Der siebte Kreis vollendet den ersten Zyklus der Blume des Lebens - dieses Muster heißt Saat des Lebens bzw. Ei des Lebens. Dies ist der zentrale Punkt der Blume des Lebens. Bewegung und Rotation setzen immer an den zentralen Punkten ein und entfalten ihre Wirkung in allen folgenden Schöpfungen. 

Das Ei des Lebens enthält die Symphonie der Schöpfung, die Harmonie der Musik. Dieser erste Wirbel steht zudem für Segen, Schutz und Fruchtbarkeit sowie die Kraft in uns SELBST, das aus dem Keim im Inneren erstrahlt und eine eigene Bewegung bekommt. Dies ist der Punkt, an dem sich das SEIN entfaltet -  es ist der Zustand der Ganzheit.

Nachfolgend ist die 3D-Ansicht des Ei des Lebens zu sehen:

Neues Leben - egal ob menschliche Eizelle oder tierisches Eigelb - entspringt stets einer Kugelform. Bei der Zellteilung entstehen aus einer Zelle zwei runde Zellen, anschließend vier und im nächsten Schritt acht Zellen. Diese acht Zellen sind in den ersten Stunden der Entstehung neuen Lebens genau in dieser Form angeordnet.

Fasst man das Ei des Lebens in einen Kreis ein, findet sich darin das Symbol für Yin und Yang.
In weiteren Beiträgen wird auf die darauf folgenden Muster (Frucht des Lebens, Baum des Lebens der jüdischen Kabbalah-Lehre und Metatrons Würfel) eingegangen. Zudem werden weitere mit dem Thema zusammenhängende Themen behandelt wie der Torus, die fraktale Struktur des Universums und die Platonischen Körper.

Dienstag, 18. Februar 2014

Das Gizeh-Plateau und seine geheime Geometrie

In diesen Ausführungen geht es um eines der größten Rätsel in der Ägyptologie: Der verborgenen Geometrie des Gizeh-Plateaus mit seinen drei Hauptpyramiden und der Sphinx. Im Verlauf des letzten Jahrhunderts wurden dazu zahlreiche Versuche unternommen, eine Ordnung in diesem Plateau zu finden. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Anordnung der drei Pyramiden gelegt, in der man hoffte, irgendwelche Geometrien zu entdecken. Die Bemühungen, dieses Geheimnis zu lüften, haben praktisch keine Unterbrechung gefunden.

Die bestehende Auffassung, wonach die drei Pyramiden und der Sphinx unabhängig voneinander geplant wurden, muss aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse verworfen werden. Insgesamt bilden diese Baukörper einschließlich der Tempel eine Planungseinheit. Nicht dazu gehören die kleineren Königinnen-Pyramiden, die offensichtlich nachträglich errichtet wurden. Die nachfolgend erläuterte Planungsgeometrie wirft die Frage auf, wann diese Anlage geplant und errichtet wurde, da sie Daten enthält, die weit über das Wissen der 4. Dynastie hinausgehen.

Um das Gizeh-Plateau hinsichtlich seiner verborgenen Daten zu verstehen, muss als erstes eine Kenntnis über die verwendeten Maßsysteme bestehen und als zweites muss das alte Wissen mystischer Orden herangezogen werden, welches heute allerdings nur noch in einem kläglichen Rest die Zeiten überdauert hat.

Der zweite angesprochene Aspekt führt in die dreigliedrige Struktur mystischer Orden, die ihr Entstehen der altägyptischen Weisheitsschule zur Ausbildung der Priesterschüler verdanken. Dieser Fakt wird heute oft genug übersehen oder aus Unkenntnis sogar angezweifelt. Es gibt jedoch verbindende Elemente der heutigen Orden zu dieser altägyptischen Geschichte, die nur noch schwach zu erkennen sind.

Hier soll nur kurz angeführt werden, dass diese frühe Ausbildung der Priesterschüler in drei "Ausbildungswegen" erfolgte, die wie folgt bezeichnet wurden und folgende Hauptinhalte enthielten:
  • Weg des Osiris: Aneignung von komplexem Wissen, welches auch kosmisches Wissen beinhaltete.
  • Weg der Isis: Trainieren von Fähigkeiten zur Beherrschung des Geistes über die Materie und seiner polaren Eigenschaften.
  • Weg des Horus: Trainieren von Fähigkeiten zur Öffnung des Dritten Auges, die u.a. mit der Fähigkeit zur weisen Voraussicht verbunden ist; Zugang zu höheren Schwingungsdimensionen.

Der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt werden, dass die Einweihung in den 11. Grad, der den Weg des Osiris abschloss, in der Mykerinos Pyramide auf einem 123 KE langen Weg in den beiden Hauptkammern stattfand. Dass diese Pyramide 16 raue Steinschichten an ihrer Basis besaß, weist auf die auch noch heute bekannte Philosophie hin, wonach der Mensch mit einem rauen Stein verglichen wurde und noch wird, der auf seinem Pfad zur geistigen Vervollkommnung einen langen Weg zurückzulegen hat.

Der Abschluss des 22. Grades auf dem Weg der Isis erfolgte in der Chephren-Pyramide, dessen dortiger Einweihungsweg in der Königskammer 126 KE lang war. Zu diesem Zeitpunkt ist der Mensch durch seine erworbenen Fähigkeiten bereits "veredelt", jedoch noch nicht vollkommen. Das ist der Grund dafür, dass diese Pyramide an ihrer Basis nur noch zwei weniger raue Steinschichten aus Granit besaß, während die restlichen Verkleidungssteine aus Kalkstein bestanden.

In der Cheops-Pyramide erfolgte dann in der 11,1 KE (=581,196 cm) hohen Königskammer (deren Stirnseite eine Fläche von 111 Quadrat-KE besitzt) auf einem 111 KE langen Weg, die letzte Einweihung in den 33. Grad, um als Meister auf dem Weg des Horus die dreifache Meisterschaft abzuschließen.

33 + 111 = 144

Die Zahl 111 symbolisierte dabei mit jeder "1" eine der drei erreichten Meisterschaften. Erst diese Vorkenntnisse über die geniale Verknüpfung der Maßsysteme und das Wissen über die Einweihungswege schaffen die Voraussetzung dafür, das Geheimnis des Gizeh-Plateaus zu lüften und zu begreifen. Gleichfalls gehört dazu das Wissen über die Ziffernfolge der 1-4-4 dazu, die in einen übergreifenden Zusammenhang an den verschiedensten Stellen des Plateaus zu finden ist und ihren Anfang in der Mykerinos-Pyramide nimmt. 

In den nachfolgenden Textausführungen werden Details zu allen drei Pyramiden und dem Plateau getroffen werden, allerdings nur in Kurzform, da eine umfassende Darstellung den Raum dieser Ausarbeitung gewaltig sprengen würde. 

Der Zoll und die Cheops-Pyramide

Mitunter gibt es Dinge, die so offensichtlich sind, dass Sie leicht übersehen werden. Das Sprichwort "Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht", kann auch hier getrost angewendet werden kann. Betrachtet man die Cheops-Pyramide von oben und konzentriert sich auf die Basissteine, zeigt sich die Situation in folgender Abbildung:

Abb. 1: Die Basis der Cheops-Pyramide und der Durchmesser der Erde

Die Cheops-Pyramide besaß ursprünglich pro Seite 2= 128 Verkleidungssteine an der Basis. Da der letzte in einer Reihe bereits der erste der nächsten Seite ist, sind es tatsächlich nur 127 Steine, wodurch 127 Fugen, d.h. Abstände von Stein zu Stein eintreten. Diese Angaben wurden von den Ägyptologen ermittelt. Allein diese gewählte Geometrie ist faszinierend, war doch diese Zahl der Symbolismus für eine Bewusstseinsstufe. Es ist davon auszugehen, dass diese Anzahl von Steinen in der Basisschicht bewusst geplant worden ist, weil hierdurch ein weiterer, besonderer mathematischer Effekt eintritt.

Schreibt man beide Zahlen wie in Abbildung 1 gezeigt untereinander und ergänzt diese Folge mit der doppelten Anzahl an Steinen und Fugen, die sich aus beiden gegenüberliegenden Seiten ergeben und schließlich mit der Zahlenfolge für alle vier Seiten der Basis, ergibt sich wieder eine doppelte Verdopplungsfolge. Diese Zahlenfolge stimmt exakt mit dem Poldurchmesser überein, der sich aus alten englischen Quellen ableitet, wonach die Erde den bereits erwähnten Poldurchmesser von 500.500.000
Zoll haben soll, dies entspricht 1.271.272.542,54508... cm!

Piazzy Smith, der nach der Anwendung des Zolls in der Cheops-Pyramide suchte und deswegen ausgelacht wurde, bemühte sich, die Breite der Fuge zu messen. Obwohl die Verkleidungssteine unterschiedlich breit sind und an der Basis knapp 146 cm hoch sind (Petri vermaß 57,6 = 4x14,4 Zoll), stellte er eine durchgängige Breite von 1/50 Zoll fest. Das sind rund 0,5 mm (!), was an das Unmögliche grenzt, zumal man zwischen den Steinen noch ein Bindemittel entdeckt hat. Für die heutige Zeit stellt eine derartig geringe Größe, die an jeweils fünf Seiten eines Steines bestand, eine annähernd nicht zu realisierende Aufgabe dar, da zusätzlich noch rechte und linke sowie obere und untere Seite absolut parallel geschliffen werden mussten und das mit einer Toleranz, die etwa 1/8 mm Toleranz nicht überschreiten durfte. Mit Handbearbeitung ist das definitiv auszuschließen, ohne wenn und aber!

Das "Utopische" an dieser Bearbeitung ist jedoch Folgendes. Ermittelt man für die 127 Fugen ihre Gesamtgröße, so ergibt sich:

127 x 1/50 Zoll = 6,241612... cm oder 1 heutiger Zoll x 1 Urzoll

Das heißt, aus den gewählten Parametern der Basis kann man erneut zu einem Wert gelangen, aus dem weiter vorn π abgeleitet wurde! Damit wird ein weiterer Beweis dafür geliefert, dass denjenigen, die mit dem Zoll rechneten, auch die Größe des Meters definitiv bekannt gewesen sein musste, denn nur durch die Relation des Meters zum Zoll wird diese Verdopplungsfolge offensichtlich. Bei jeder anderen Größe des Meters wäre der Zoll kleiner bzw. größer als 2,54... cm und die Schlüsselzahl 127 wäre nicht erkennbar.

Aus den bisherigen Erkenntnissen kann deshalb die Aussage geschlussfolgert werden, dass beide Maßsystem im Irdischen ihre Gültigkeit haben. Da das Britische Maßsystem seine Entstehung eindeutig einer geistigen Proportion verdankt, hat es im geistigen Sinne das Primat vor dem metrischen System. Das Letztere jedoch erweist sich als "Schlüssel" zum Verstehen der anderen Maßsysteme und wird somit zu einem "kosmisches Informationssystem". Es ist hier nicht der Ort, dazu weitere Aussagen zu treffen. Hingewiesen werden soll aber noch auf die Erkenntnis, dass es möglich ist, jedes Zahlensystem kugelförmig auszustrahlen, wobei grundsätzlich stets Prinzipien des Dezimalsystems mit ausgebreitet werden. Darin liegt die Begründung dafür, dass wir Menschen das Dezimalsystem für verstandesmäßig logische Prozesse verwenden, ebenso wie Lebensformen in höheren Schwingungsdimensionen!

Die anderen Maßsysteme hatten im ursprünglichen Sinne ihre Bedeutung bei der Anwendung für sakrale Bauten. Das gehört allerdings bereits zu dem verlorenen Wissen. Betreffs der Aussage, dass der Zoll in der äußeren Struktur der Cheops-Pyramide zu finden ist und dort auch eine dominante Rolle einnimmt, mögen noch Zweifel aufkommen. Dagegen ist sicher, dass die innere Struktur eindeutig von der Königselle mit exakt 52,36 cm Länge bestimmt wird. Im Abschnitt über die Cheops-Pyramide werden weitere Details angeführt, welche die bisherigen Ausführungen massiv unterstützen.

Montag, 17. Februar 2014

Der Goldene Schnitt

Über den Goldenen Schnitt sind schon so viele Dinge geschrieben worden, dass man es kaum für möglich hält, noch neue Erkenntnisse hinzuzufügen. Für viele Menschen ist unklar, was er überhaupt bedeutet, deswegen hier noch einige Bemerkungen dazu. Der ungarische Wissenschaftler György Doszi fand heraus, dass Pflanzen, alle Tierarten und der Mensch auf verborgene Weise Proportionen enthalten, die dem Goldenen Schnitt sehr nahe kommen. In der Antike wurde ein regelrechter Kult um den Goldenen Schnitt betrieben, so dass es nicht wundert, dass Gebäude - besonders Tempelanlagen auf dieser Grundlage geplant und errichtet wurden.

Was ist nun das Besondere an dieser Größe, die mit dem griechischen Buchstaben φ (Phi) bezeichnet wird? Der Grund liegt in der Mathematik, denn der Zahlenwert weist sehr ungewöhnliche Eigenschaften auf. Betrachten wir zuerst eine der vielfältigen Berechnungsmöglichkeiten:



Das Ungewöhnliche offenbart sich, wenn man den reziproken Wert und die Quadratzahl bildet:




Es ist nicht zu übersehen, dass sich nur die Ziffern vor dem Komma ändern, während die Nachkommastellen unverändert bleiben. Dieser Effekt tritt bei keiner anderen Zahl oder einer anderen Proportion auf. Um zu verdeutlichen, wo dieser Goldene Schnitt in annähernder Form verwendet wird, soll das am Beispiel eines Bildrahmen herangezogen werden.


Hier ist erkennbar, dass sich der Quotient Breite/Höhe annähernd nach den Proportionen des Goldenen Schnittes verhält. An einer Universität wurde ein Versuch mit Studenten durchgeführt, bei dem zahlreiche Rechtecke den Studenten zur Beurteilung vorgelegt wurden. Die Aufgabe bestand darin, subjektiv zu beurteilen, welche Rechtecke beginnend beim Quadrat dem persönlichen Geschmack am nächsten kommen. Es ist zu erahnen, dass es Rechtecke waren, die ungefähr den Proportionen des Goldenen Schnittes entsprachen. Das bedeutet, dass unser ästhetisches Empfinden zumindest unbewusst von dieser mathematisch idealen Proportion beeinflusst wird.

In einem älteren Werk von 1934 (Urzahl und Gebärde) gibt es folgende interessante Darstellung der Zahl φ:




Das Reizvolle an dieser Darstellung ist, dass offensichtlich dieser Quotient φ sich nur durch eine Abhängigkeit von der Zahl 1 darstellen lässt, wobei dieser Prozess des Wurzelziehens gegen unendlich strebt. Diese Formel, zu der bisher keine grafische Lösung bestand, kann - wie nachfolgend aufgeführt - als ein sich ständig wiederholender Prozess verstanden werden. Die Lösung wird des besseren Verständnisses wegen in vier Teilschritten dargestellt.

Schritt 1: Die Entstehung des Goldenen Schnitts

In diesem Schritt existieren lediglich zwei Punkte, die sich in einer 90°-Beziehung relativ zum Mittelpunkt eines Einheitskreises befinden. Ihr gegenseitiger Abstand im Einheitskreis kann gemäß dem Satz des Pythagoras ermittelt werden.

Schritt 2: Pendelbewegung

Im zweiten Schritt gibt es eine Pendelbewegung, welche die vorher entstandene Entfernung als Strecke mittels Kreisbewegung in Richtung Mittelachse (Punkt 21) wandern lässt. Von dort aus wird mit dem Zirkel ein Kreis mit dem Einheitsradius R=1 gezogen, wodurch der Einheitskreis im Punkt 2geschnitten wird. Die entstandene Strecke 1-2entspricht der Wurzel aus: 

Das ist insofern bemerkenswert, weil das Dreieck 1 - 21 - 2kein rechtwinkliges Dreieck ist und doch auf direktem Wege ein Radizieren möglich ist. Im dritten Schritt wiederholt sich der ganze Vorgang in entgegengesetzter Richtung:

Schritt 3: Pendelbewegung in entgegengesetzer Richtung

Die neu entstandene Strecke pendelt erneut in Richtung vertikaler Mittelachse zum Punkt 23, von dem aus die gleiche Prozedur mit dem Zirkel wie zuvor den neuen Punkt 2schafft. Auch diese neue Strecke entspricht einer Wurzel der nunmehr um 1 erweiterten Formel, die nun wie folgt lautet:

Diese Pendelbewegungen werden praktisch unendlich mal wiederholt, um der weiter oben zitierten Formel zu genügen. Das Originelle, was nun eintritt, ist Folgendes: Der Punkt 2"frisst" sich regelrecht an einer Stelle fest. Er wird in seiner weiteren Entwicklung begrenzt oder mit anderen Worten - seine weitere Entwicklung auf dem Umfang des Einheitskreises wird unterdrückt. Diese Wortwahl wurde nicht ohne Grund getroffen. Auf diese Formulierung kommen wir nach dem unendlichen, letzten Schritt nochmals zurück, der dann wie folgt aussieht:

Schritt 4: Unendliche Wiederholung - Punkt 2frisst sich fest

Dieser theoretisch letzte Punkt 2n, der in der unendlichen Pendelfolge entsteht, befindet sich in einem Winkel von exakt 36° zur vertikalen Mittelachse. Der Abstand zum Punkt 1 hat damit auch seine endgültige Länge erreicht, die der Länge des Goldenen Schnittes mit 1,61803398... Einheiten entspricht. 

Gleichzeitig ist zu erkennen, dass eine sehr interessante Winkelkonstellation eingetreten ist. In Verbindung mit einem neu zu schaffenden dritten Punkt 3 entsteht ein rechtwinkliges Dreieck, dessen neu geschaffene Seitenlänge b genau der Länge eines Fünfecks entspricht. Diese Länge, die in einer geometrischen Konstruktion mit drei Punkten durch die "Genesis" von φ entstand, besitzt eine Länge, die sich auf geniale Weise durch die Formel:


ausdrücken lässt. Dieser Zusammenhang ist im nachfolgenden Bild nochmals verdeutlicht:



Auch die Länge zweier gegenüberliegender Punkte im Fünfeck bzw. Pentagramm lässt sich auf deutlich einfachere Weise darstellen und entspricht: 


Für ein Fünfeck beliebiger Größe sind diese Formeln lediglich mit dem entsprechenden Radius r zu multiplizieren. Die mathematische Lösung für das Entstehen von φ innerhalb des Kreises beweist nach 10 Schritten eine Genauigkeit auf 4 Stellen hinter dem Komma, nach 20 Schritten bereits auf 9 Stellen hinter dem Komma, bis der Wert beim n-ten Schritt mit φ identisch ist.

Schritt        Abstand
1.                1,41421356237310
2.                1,55377397403004
3.                1,59805318247862
4.                1,61184775412525
5.                1,61612120650812
6.                1,61744279852739
7.                1,61785129060968
8.                1,61797753093474
9.                1,61801654223149
10.              1,61802859747023
φ                 1,61803398874990


Mit dem Erreichen von φ tritt gleichzeitig der Effekt ein, dass in dem gebildeten rechten Dreieck die beiden Innenwinkel exakt die Größe von 36° bzw. 54° annehmen. Der Beweis erfolgt mit Hilfe des Kosinussatzes in dem endgültigen Dreieck mit den Punkten 2n - 1 - 2n-1. Aus der Formel:


folgt nach der Umstellung:


Dieser Betrag entspricht genau einer Winkelgröße von 36°. Die Frage aus den bisher abgeleiteten Lösungen lautet nun: "Wie ist das alles zu interpretieren?" Vorab sei gesagt, es ist hinsichtlich seiner qualitativen Aussagen äußerst bemerkenswert, vor allem dann, wenn man es mit numerologischen Aspekten verbindet.

Zuerst schauen wir uns noch die Grafik an, die den Goldenen Schnitt mit dem Fünfeck verbindet:



In der Freimaurerei wird der rechte Winkel als das Symbol des göttlichen Rechtes und der Gerechtigkeit verstanden. Aus den Grafiken ist deutlich ein viel größerer Inhalt abzuleiten. Der Inhalt, den die Freimaurer hinter dem Rechten Winkel sehen, ist nur ein Teil der Wahrheit. Im globaleren Sinne erschafft der Goldene Schnitt den rechten Winkel, der das rechte Maß darstellt, Polaritäten in Einheit mit dem Bewusstsein des Menschen miteinander zu verbinden. Diese Aussage ist nur dann verständlich, wenn numerologisches Hintergrundwissen mit ins Spiel gebracht wird. 

Fangen wir mit den Polaritäten an:
In diesem Bild sind zwei Winkel von 36° und 54° zu erkennen, die logischerweise addiert 90° ergeben. Die 36 wird in der Mystik mit Unterdrückung bzw. Begrenzung interpretiert. Das ist jedoch nur der einseitig negative Aspekt. Im Positiven wird dieser Zahl das Gegenteilige zugeordnet. Danach besitzt der Mensch die Freiheit, sich allseitig zu entwickeln. Es gibt jedoch eine große Einschränkung. Es ist die Freiheit innerhalb gewisser Grenzen, die der Mensch kennen muss. Erst wenn er die Konsequenzen aus dem Überschreiten dieser Grenzen kennt, darf er sie überschreiten! 

Es ist aber noch mehr:
Hinter dieser "Aufgabe" steht ein strukturiertes oder anders formuliert, ein begrenztes Wachstum. Betrachten wir nochmals die Reihenfolge der Bilder, die zur Entwicklung von φ führen, so sehen wir die Begrenzung des 2. Punktes - er wird in seine Schranken gewiesen. Bis hierhin und keinen Schritt weiter! Ist das nicht der Sinn von Recht und Ordnung? Sollen nicht unter diesem Aspekt Grenzen für das menschliche Zusammenleben gesteckt werden, die zwar die individuelle Freiheit gewähren, jedoch nur in dem Rahmen dessen, dass andere unter dieser Freiheit nicht zu Schaden kommen? 

Natürlich bringt Recht und Ordnung einen Aspekt der "Begrenzung", der "Unterordnung" im Gefolge mit sich. Es provoziert denjenigen, der davon betroffen ist, zur "Rebellion", zum Widerstand. Und genau das ist der überlieferte Inhalt der Zahl 54. Der ihr zugeordnete Charakter beinhaltet Impulsivität, das Ungestüme, das zum Widerstand, der eben genannten "Rebellion" des Geistes führt. Beides zu begreifen stellt die Einheit dar. Der Mensch hat zu begreifen, dass Recht und Ordnung erforderliche Dinge auch im Sinne kosmischer Ordnung sind und diese einzuhalten sind. Die Rebellion kann gleichzeitig auch als etwas Positives gesehen werden, denn dort wo Recht und Ordnung fehlen oder falsch verstanden werden, ist Rebellion gegen diese Zustände angebracht und erforderlich. In weit höherem Maßstab bedeutet das aber auch, dass der Mensch nicht das Recht hat, gegen kosmische Ordnung zu verstoßen. Dann wird er den Widerstand des Schöpfers spüren, der dann die dem Menschen gegebenen Grenzen einfordert. Sei es durch Witterungsbedinungen, die zu schweren Schäden bis hin zu Hungersnöten führen können, verstärkte Erdbebentätigkeit oder sonstigen Katastrophen. Es wäre durchaus angebracht, über diesen Aspekt der Wechselwirkung stärker nachzudenken.

Somit erkennen wir auf völlig ungewöhnlichem Wege, einem Weg, welcher der Wissenschaft bisher fremd ist, dass die grafische Entwicklung der eingangs genannten Formel mit alten Überlieferungen zu qualitativen Inhalten einer Zahl übereinstimmt.